SIE  (2021/ 86 Min.)

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Sie sprechen über sich und ihr Leben als Frau und Mensch: Manon findet über die Bühne zu sich, Azize über Verletzungen ihre Sprache, Karin über einen Umzug ihr Konzept und Ulla über Krisen eine neue Identität. Es geht dabei um persönliche Themen wie Abgrenzung und Verbindung, Herausforderungen und Überforderungen wie auch generelle Fragen möglicher Zuschreibungen von außen. Jede dieser vier Aufbruchsgeschichten eröffnet eine Welt für sich. Durch die poetische Verknüpfung entstehen Zwischenräume, in denen die Zuschauer/innen ihre eigenen Erfahrungen mitdenken können.

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„Das kommt als Kunstwerk einer unmittelbaren Ehrlichkeit schon sehr nah.“ (Manon / Preview-Rückmeldung)

„Die Bildwelten sind für mich Stillleben, in denen die Personen auch in ihrer Abwesenheit stark anwesend sind. (…) Es sind die vielen Ebenen, welche ich wahrnehme, die so gut verknüpft sind, dass sie in mir, vergleiche ich die inneren Schichten mit Erde, aufgelockert, umgegraben und neu angehäuft wurden.“ (Karin / Preview-Rückmeldung)

 

 

WIR  (2020/ 102 Min.)

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Dieser Filmessay stellt fünf Personen aus Berlin vor, die sich entschlossen für eine neue solidarische Wirklichkeit einsetzen. Es sind persönliche Erzählungen, die zugleich ein Stück bewegte Stadtgeschichte erfahrbar machen: von der 68-er Protestbewegung bis zu gemeinschaftlich organisierten Wohn- und Arbeitsformen heute, von Ost- Westannäherungen in der Nachwendezeit bis hin zu „Fridays for future“. Durch dialogische Verknüpfungen entwickelt der Film einen eindringlichen und fordernden Dialog über gemeinschaftliches Sein und Wirken. Das Verschiedene kommt in einer Geschichte zusammen, ein neues „Wir“ entsteht.

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„Ein politischer Film, der das WIR nicht verklärt, sondern seine Bedeutung von vielen Seiten beleuchtet, positiv wie negativ / auch ein Berlin-Film: die Mauer ist noch präsent, zwar geöffnet / aber wir entscheiden immer neu über die Öffnung von Grenzen / die Härte am Kotti, der vernachlässigte Raum in Kreuzberg / die Bäume / die Verbindung von Stadt und Natur / Geschichten und Geschichte / Spuren sind gelegt, nichts ist ausformuliert / die Episoden greifen ineinander / alles ist dialektisch miteinander verwoben / die Übergänge bauen Brücken von einem Portrait zum anderen / wirklich ein „Porträt-Film“, wir sehen alle inmitten ihrer Lebenswelt / die Auswahl der Gesprächspartner: wunderbar in ihrer Verschiedenheit auf allen Ebenen / einnehmend allesamt in ihrer die Klugheit und Präsenz / der Film bringt sie in Berührung miteinander, stellt so ein WIR der Beteiligten her / es gibt schöne Ruhepunkte, lange Einstellungen, die uns Denkpausen einräumen, Zeit zum Durchdenken des Gesehenen, Zeit, selber Verbindungen herzustellen / ein poetischer  Film / ein lehrreicher Film, der auch in der Bildungsarbeit gezeigt werden könnte.“  (Preview-Rückmeldung von Martha & Bernd)

 

 

ICH  (2019/ 99 Min.)

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Auf seinen Wanderungen durch den Thüringer Wald spricht Holger davon, wie er sich freischaufeln muss, um sich hier neu verwurzeln zu können. In Kopenhagen spricht Ditte offen über ihren Umgang mit ihrer Krankheit und darüber, dass alles gerade wieder ins Stocken gerät. Und in Berlin bemerkt Karl-Ernst jetzt im Ruhestand erste Schwächen und fragt sich, was überhaupt „normal“ sei. Dieser Filmessay erzählt diese drei so unterschiedlichen wie markanten Ich-Geschichten nebeneinander, zugleich verschränkt und verbindet er sie zu assoziativen Themenfolgen über Fragen unser aller Identität und mithin als ein Angebot zum Dialog.

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„Der Filmemacher ist vor allem ein guter Zuhörer, dieses nur sparsame, doch gezielte Nachfragen – im Film ist das für die Personen offensichtlich eine Einladung, sich zu öffnen, wirklich von sich zu erzählen. Und so ist das wiederum auch für uns Zuschauer eine Einladung, wirklich zuzuhören. / Am Anfang waren die Themen auch schwer, aber am Ende war alles ganz leicht und jetzt gehe ich einfach beschwingt nach Hause / der Menschenflüsterer / Als Holger seinen Vater mit dessen Vornamen ansprechen wollte, das Gefühl kenne ich so gut, das war das Gleiche bei mir, das hat mich jetzt beim Film wirklich getroffen. / Ich – das ist wirklich ein komplexes Thema. Der Film hat das auf ganz eigene Weise voll ausgelotet.“ (Zuschauer-Rückmeldungen)

 

 

JETZT  (2015 / 84 Min.)

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Jetzt ist alles wie immer, jetzt ist alles neu. Jetzt im Frühling wird es warm, jetzt werden die Spielplätze wieder laut. Jetzt wird auch unser Haus saniert und jetzt wird ein erstes Zeltlager gebaut, denn jetzt kommen zu viele Menschen auf einmal an. Jetzt, da der Film nach dem „Jetzt“ fragt, jetzt am Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise, jetzt im Frühjahr 2015.

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Die Personen im Film sind keine Flüchtlinge, obwohl, die Älteste war es mal, sie floh einst aus Pommern. Sie heißen Ingeborg, Andreas, Bridie, Fabienne, Hansalbin, Joshua und Marcello. Und für alle bedeutet „Jetzt“ etwas anderes. Sagt die eine, es gibt nur „Jetzt“, sagt ein anderer, das „Jetzt“ ist zu klein, zu kurz gedacht. Und für einen dritten zählt nur Vergangenes, das man im Jetzt bearbeitet.

Der Philosoph im Film denkt bei „Jetzt“ an die alten Griechen und ihre Wahrnehmung von Zeit, an Chronos, Kairos und Äon. Diese Dreiteilung gibt diesem Filmessay seine Struktur. Die verschiedenen Geschichten spielen im Kairos, in einem Jetzt-Moment nach dem anderen. Bild für Bild setzt sich so Gegenwart sinnlich zusammen.  Zugleich ensteht in diesem Bilderbogen ein Zeitbild, das jetzt schon wieder historisch ist. So war das also damals in Berlin, im Frühjahr 2015.

 

 

HIER  (2017 / 87 Min.)

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Da, wo ich her bin, das gibt es nicht mehr.(Uwe Johnson)

„Hier“, das sind Momente im winterlichen Berlin. Das sind Fahrten mit der S-Bahn, Spaziergänge durch leere Parks, Treffen an der Uni und Gespräche Zuhause. Das sind Gespräche mit Menschen verschiedener Generationen und Herkunft  über Fragen von Identität. Das sind Begegnungen in Berlin mit Ingeborg, Anne, Tatiana und Oriol und in Malmö mit Mujo.

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„Hier“, das sind zugleich Aufbrüche in ein „Dort“. Das sind persönliche Erzählungen von Vertreibung, Flucht und Exil. Das ist ein Exkurs mit über literarische Orte bei dem Schriftteller Uwe Johnson. Und das ist eine Utopie, wo das Verschiedene an Orten neugierig zusammenkommt und friedlich miteinander auskommt. Dieser Filmessay versammelt und verschränkt Geschichten von Menschen, für die eine Erfahrung von Verlust von Heimat verbindend ist genauso wie die Sehnsucht nach einem Ankommen, im Großen wie im Kleinen.